Organ donation.
The gift of life.

Erkenne deine Möglichkeiten. Unter diesem Gesichtspunkt ist es das wichtigste Ziel der IV, Menschen so früh wie möglich zu begleitenund den Weg in die Berufstätigkeit zu unterstützen. Die ist dann möglich, wenn wir arbeitsunfähige Personen so rasch als möglich erfassen und früh in Kontakt, auch mit den weiteren involvierten Stellen, treten können.


Die Pensenreduktion aus gesundheitlichen Gründen ist keine langfristige Lösung. Wenn es der versicherten Person nicht mehr möglich ist, ihre Tätigkeit selber so zu organisieren oder mit dem Arbeitgeber zu regeln, dass danach keine Erwerbseinbusse mehr resultiert, lohnt es sich, die Situation mit Hilfe der IV genauer auszuleuchten und in eine Tätigkeit zu wechseln, die angepasst und zumutbar ist. Das kann bedeuten, dass eine Anpassung durch ein Hilfsmittel Erleichterung bringen kann, eine angepasste Tätigkeit im Betrieb gesucht wird, die von der IV mitgetragen wird oder aber auch eine Neuorientierung in einer leichteren Arbeitstätigkeit.

Zusammen sind wir stärkerDamit dies in der Zusammenarbeit optimal passieren kann, muss gemeinsam die Situation genau beleuchtet und eingeschätzt werden. Dies geschieht mit dem Werkzeug des Case Managements, wobei sowohl alle auf die Situation bezogenen involvierten Stellen wie auch die Erwartungen und Ressourcen der versicherten Person genau besprochen werden. Daraus ergibt sich eine Bedarfsanalyse, die es ermöglicht, den Eingliederungsprozess zu planen und einzelne für die Situation angepasste Schritte zu definieren.Dieser Kontrakt dient allen Beteiligten zur Orientierung auf dem Weg Richtung Eingliederung. Dabei handelt es sich aber oftmals nicht um einen gradlinigen Verlauf, sondern um ein schrittweises Vorangehen und Adaptieren an die vorherrschende Situation. Der Prozess verläuft in Wellen kreisförmig und benötigt immer wieder das gegenseitige Gespräch und die Offenheit zur Evaluation und Neueinschätzung.Gerne binden wir in dieser Phase neben unseren Trainingsangeboten auch externe Helfersysteme mit ein, damit der Prozess optimal laufen kann. Es kann sich dabei um einen Sozialdienst, einen Coach oder gar Angehörige und Bekannte handeln, die für den Erfolg massgeblich sind.Humanistisches MenschenbildDiese Art der Beratung und Haltung geht von den Grundannahmen aus, dass…… jeder Mensch das für ihn in diesem Moment Sinnvolle tut… Dinge, die nicht kaputt sind, nicht repariert werden müssen… wir etwas, das funktioniert hat, immer wieder tun sollten… wenn etwas nicht funktioniert, wir etwas ganz anderes probieren sollten.

 

Eingliederung und Rente
Als wichtige Integrationsarbeit, dem wir viel Aufmerksamkeit schenken, erachten wir den Bereich der Personen, die eine Rente beziehen. So besteht für sie die Möglichkeit, sich bei uns zu melden, wenn eine Unterstützung in der Wiedereingliederung gewünscht ist.

Die Beratungstätigkeit muss sich hier vor allem der Ängste bewusst sein, die bei Integrationsversuchen im Rentenbereich mitschwingen, denen wir aber gerne zuvor kommen möchten. So kann die Eingliederungsarbeit als effektive Chance für einen beruflichen Wiedereinstieg gesehen werden, der auch die Vernetzung in soziale Kontakte unterstützt und Sinn gebend ist.

Die Rente wird angepasst, wenn sich die medizinische Situation verbessert hat oder durch eine berufliche Unterstützung wieder mehr Einkommen erzielt werden kann. Somit bleibt sie während den Arbeitsversuchen und Trainings bestehen und schränkt die versicherte Person nicht in ihren Lebensumständen ein. Die Projektarbeit in der IV Stelle Solothurn lehrt uns, dass es für diesen Prozess Zeit braucht, allerdings das Resultat bei einer erfolgreichen beruflichen Eingliederung, umso erfüllender ist.

Einsatz für eine gute Sache
Damit uns dies immer besser gelingt, versuchen wir Arbeitgeber zu gewinnen, in dem wir sie von unseren ressourcenreichen Versicherten überzeugen können, umso Gelegenheiten für weitere Arbeitnehmer zu ermöglichen.

Die Motivation für eine unermüdliche Weiterarbeit in einer komplexen und von Person zu Person individuellen Problematik schöpfen die Mitarbeiter der IV aus der Überzeugung, für eine gute Sache tätig zu sein und umso, was wir an Möglichkeiten haben, an Unterstützung einzusetzen. Die IV als Präventions- und Eingliederungsversicherung lebt durch das persönliche Engagement ihrer Mitarbeitenden.

 

Systemisch - lösungsorientierter Beratungsansatz

Diese Beratung geht von der Haltung aus, dass:

  • jeder Mensch das für ihn in diesem Moment Sinnvolle tut
  • Dinge, die nicht kaputt sind, nicht repariert werden müssen
  • wir etwas, das funktioniert hat, immer wieder tun sollten
  • wenn etwas nicht funktioniert, wir etwas ganz anderes probieren sollten.

Zusammenfassung Referat „Transplantation und Beruf: Weg zurück ins Berufsleben“ von Sandra Reichen, IV-Stelle des Kantons Solothurn, anlässlich des 8. Symposium für Transplantierte, Inselspital Bern, 12. März 2011