Organ donation.
The gift of life.

Die Haut bei unterdrückter Körperabwehr

Hautprobleme - Was sind die Besonderheiten bei Transplantierten?

Was bedeutet Immunsuppression für die Haut?

Immunsuppression begünstigt auf der Haut unerwünschte Veränderungen wie zum Beispiel Ausschläge, bakterielle oder virale Infektionen, Talgdrüsenwucherungen als gutartige und Hautkrebs als bösartige Neubildungen der Haut.


Unter fortgesetzter Immunsuppression beobachten wir Hautkrebs 65-mal häufiger als in der breiten Bevölkerung.

Wie entsteht Hautkrebs unter Immunsuppression?

Immer wieder entarten einzelne Zellen im Körper. Das Abwehrsystem entdeckt und vernichtet diese normalerweise. Immunsuppressiva unterdrücken diese Abwehr.

 

Hautkrebs entsteht vor allem auf der Sonne ausgesetzter Haut wie Gesicht, Hals, Décolleté, Ohren und Handrücken. Sonnenlicht, besonders ultraviolettes Licht, schädigt die Erbsubstanz der Haut und lässt Hautzellen entarten.

 

Die Körperabwehr bekämpft solche entartete Zellen schlechter unter Immunsuppression. Hautkrebs unter Immunsuppression tritt daher Jahre früher auf, oft bereits in den ersten Jahren nach einer Transplantation.

 

Viele Transplantat-Empfänger erfahren über die Jahre Hautkrebs als störendes und gelegentlich auch lebensgefährliches Problem. In sonnigeren Breitengraden und bei heller Haut kommt Hautkrebs noch häufiger vor.

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Wie können Sie Hautkrebs früh erkennen?
Früherkennung bei Hautkrebs kann lebensrettend sein. Untersuchen Sie Ihre Haut monatlich.

 

Achten Sie speziell auf gerötete und schuppende Hautstellen, die verkrustet sind, schlecht heilen, die an Grösse zunehmen, eine unregelmässige Farbe oder Form entwickeln.

 

Prüfen Sie weniger gut sichtbare Körperregionen mit einem Spiegel oder mit Hilfe einer Person. Bemerken Sie auffällige Veränderungen ohne Heilung über vier Wochen hinweg, begeben Sie sich rasch in fachärztliche Kontrolle.

 

Durch rechtzeitige Behandlung lässt sich Hautkrebs ohne Spätfolgen heilen. Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung sind von entscheidender Bedeutung für das langfristige Wohlergehen.

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Was können Sie dagegen unternehmen?
Sie können Ihre Haut täglich gegen Sonnenlicht schützen, um möglichst wenig Schaden durch die Sonne zu erleiden.

 

Guter Sonnenschutz ruht auf den drei Säulen von Vermeidung, schützender Kleidung und Gebrauch von Sonnenschutzcrème mit hohem Lichtschutzfaktor.

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VERMEIDUNG
Setzen Sie Ihre Haut nicht unnötig der Sonne aus. Meiden Sie die direkte Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr. Legen Sie Tätigkeiten wie Spaziergänge, Ausflüge und Picknicks auf den frühen Vormittag, späten Nachmittag oder Abend und nicht auf die Mittagszeit.

 

KLEIDUNG
Bedecken Sie möglichst einen grossen Teil Ihrer Haut mit Kleidung: Wählen Sie langärmlige Oberbekleidung und lange Hosen, soweit es die Temperaturen zulassen. Verwenden Sie einen Hut mit breiter Krempe, der auch die Ohren und den Nacken schützt. Setzen Sie

eine Sonnenbrille auf. Entscheiden Sie sich für UV-dichte Stoffe. Weitere Informationen fi nden Sie in der Broschüre der Schweizer Krebsliga und unter www.swisscancer.ch.

 

SONNENSCHUTZCRÈME
Schützen Sie die unbedeckte Haut (Gesicht, Ohren, Nacken, Décolleté, Handrücken) jeden Morgen mit Sonnenschutzcrème. Wählen Sie einen Sonnenblocker mit Lichtschutzfaktor 50+ und UVA-Schutz.

 

Mit dem Tageslicht trifft immer auch ultraviolettes Licht auf Ihre Haut. Wir empfehlen daher die Anwendung von Sonnenschutzcrème an 365 Tagen im Jahr, bei Regen, im Winter und bei bedecktem Himmel.

 

Nach dem Schwimmen, Sport und starkem Schwitzen sollten Sie erneut Sonnenschutzcrème auftragen. Aktinische Keratose (Vorläufer von weissem Hautkrebs) unter Immunsuppression

«JEDES WACHSENDE KNÖTCHEN UND JEDE SCHLECHT HEILENDE WUNDE SOLLTEN SIE IHREM HAUTARZT ZEIGEN.»

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An wen können Sie sich wenden?
Auch wenn Sie nichts Auffälliges an Ihrer Haut bemerken, raten wir jedem Patienten unter langfristiger medikamentöser Immunsuppression zu einer jährlichen Untersuchung beim Hautfacharzt.

 

An der dermatologischen Klinik des UniversitätsSpitals Zürich führen wir eine spezielle Sprechstunde für Personen mit unterdrückter Körperabwehr, unsere so genannte Immunsupprimierten-Sprechstunde.

 

Wir beraten Sie gerne. Auf Wunsch führen wir auch eine gründliche Untersuchung Ihrer Haut durch, um einen eventuellen Hautkrebs frühzeitig zu erkennen. Hautkrebs kann durchaus gebremst werden, wenn man Immunsuppressiva austauscht oder sie mit zusätzlichen Medikamenten kombiniert.

 

Mit Ärzten der Inneren Medizin und Chirurgie arbeiten wir eng zusammen, um Informationen auszutauschen, Behandlungen abzusprechen, Medikamente umzustellen oder Ihnen in klinischen Studien neueste Therapien anzubieten.

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