Organ donation.
The gift of life.

Gegenseitige Erwartungen von Transplantierten & Transplantationszentren

Im Rahmen des diesjährigen Symposiums für Transplantierte wurde mir die Ehre zuteil, das Podiums-gespräch zum Thema „Gegenseitige Erwartungen von Transplantierten und Transplantationszentren“ zu moderieren.

 

Eine gute und offene Kommunikation
Obwohl numerisch in der Minderheit, zeigten Herr Prof. Dr. Paul Mohacsi (Bereichsleiter Herzinsuffizienz & Herztransplantation, Inselspital Bern) und Herr PD Dr. Michael Dickenmann (Oberarzt Transplantations-immunologie und Nephrologie, Unispital Basel) klar auf, was die Anliegen und Erwartungen von Seiten Transplantationszentren sind. Als wichtige Grundvoraussetzungen nannten sie zum Einen die gute und offene gegenseitige Kommunikation. 

 

Ehrlichkeit und Mitsprache
Zum Anderen erachten sie Ehrlichkeit den betreuenden Ärzten und Pflegefachpersonen gegenüber sowie Zuverlässigkeit des Patienten während der Kontrollen, aber auch später zu Hause, als unabdingbar. Dem mehrfach geäusserten Wunsch der Patienten nach Mitspracherecht stimmten die beiden Ärzte durchaus zu. Es sei wichtig, dass sich Patienten aktiv einbringen und ihre Wünsche sowie Anliegen aber auch allfällige Ängste und Bedenken äussern. Das Mitspracherecht müsse sich aber innerhalb nachvollziehbarer Grenzen bewegen, zumal Entscheide im Bereich der Transplantations-medizin Fachwissen erfordert. Letztendlich ist das Vertrauensverhältnis zwischen den beiden Parteien entscheidend.   

      
Bestmögliche Behandlung
Die Transplantierten wurden durch Frau Elisabeth Grogg, Frau Katrin Vogt sowie Frau Petra Roth in der Podiumsrunde vertreten. Sie erhielten zudem „Verstärkung“ durch die zahlreichen Voten aus dem Publikum. Als Teil der bestmöglichen Behandlung wird von Seiten Patientenschaft die Unabhängigkeit vom jeweiligen Transplantationszentrum sowie das bereits erwähnte Selbstbestimmungs- und Mitspracherecht erachtet. 

 

Selbstbestimmung / Vertrauensverhältnis
Interessanterweise stellte sich in der Diskussion punkto Mitsprache bei der Nachbehandlung ein Split aufgrund der Grunderkrankung heraus. Patienten und Patientinnen, die von Kindheit an mit ihrer Krankheit konfrontiert waren (Geburtsgebrechen), kennen ihren Körper mit all seinen „Problemen“ so gut, dass sie aktiver an der Behandlung teilnehmen und auch Einfluss nehmen möchten. Demgegenüber legen Patienten und Patientinnen, die später erkranken, tendenziell eher Wert auf das Vertrauensverhältnis zu Arzt und Behandlungsteam.

 

Psychologische Betreuung / Lebendspende
Aus Sicht der Patienten wird der psychologischen Betreuung des sozialen Umfeldes, aber auch der Lebendspender, noch zu wenig Gewicht beigemessen. Ein vermehrter Austausch zwischen Patienten vor der Transplantation sowie unter den Lebendspendern, würde als wünschenswert erachtet.  Als Beispiel dafür wurde in diesem Zusammenhang der Schweizerische Organ Lebendspender Verein (Leber- und Nierenspender / www.lebendspende.ch) erwähnt.

Den Abschluss des Podiumsgespräches bildete eine Gedenkminute für die Organspender als Zeichen der Dankbarkeit. 

Dankbarkeit

Sei dankbar, dass du nicht alles hast, was du dir wünschst.
Was würde sonst noch bleiben um vorwärts zu schauen?

Sei dankbar, dass du nicht alles weisst,
weil  du dadurch die Gelegenheit bekommst, zu lernen.

Sei dankbar für schwierige Zeiten,
während diesen Zeiten kannst du innerlich wachsen.

Sei dankbar, wenn du müde und erschöpft bist,
du bekommst dadurch die Gelegenheit auf deinen Körper zu hören.

Es ist einfach dankbar zu sein für die guten Seiten.
Ein reich erfülltes Leben haben aber nur diejenigen, 
welche auch dankbar sind für Ratschläge und Fehler.

Dankbarkeit kann Negatives in Positives umwandeln.
Finde deinen Weg um dankbar zu sein für deine Probleme.
dann werden sie für dich zum Segen

Quelle: Internet, Autor unbekannt