Organ donation.
The gift of life.

Das Behindertengleichstellungsgesetz aus steuerlicher Sicht und weitere nützliche Informationen

Per 1. Januar 2005 trat das Behindertengleichstellungsgesetz in Kraft, welches auch direkte Auswirkungen auf die Steuergesetzgebung hat. Neu können die mit einer Behinderung zusammenhängenden Kosten steuerlich abgezogen werden, welche von der steuerpflichtigen Person selber getragen wurden. Dabei gilt im Gegensatz zu den Krankheits- und Unfallkosten

kein Selbstbehalt von 5 Prozent des reinen Einkommens zu Lasten der steuerpflichtigen Person.

 

Folgende Arten von Kosten kommen im Zusammenhang mit einer Behinderung für einen Abzug in Frage:    

  • Assistenz Haushaltshilfen und Kinderbetreuung
  • Aufenthalt in Tagesstrukturen Heim- und Entlastungsaufenthalt
  • Heilpädagogische Therapien
  • Sozialrehabilitationsmassnahmen
  • Blindenführhunde, Blindentransport
  • Hilfsmittel, Pflegeartikel, Kleider, Wohnung Privatschulen 

Dabei gilt der Grundsatz, dass nur solche Kosten abgezogen werden können, welche in einem kausalen Zusammenhang mit der Behinderung stehen und weder Lebenshaltungs- noch Luxusausgaben darstellen.

Für nicht mit der Behinderung in Zusammenhang stehende Krankheits- und Unfallkosten gelten die üblichen Regeln inkl. dem Selbstbehalt von 5 Prozent des reinen Einkommens.

Im Kanton Bern sind die behinderungsbedingten Kosten auf dem Formular Nr. 5 (Ziffer 5.5) geltend zu machen. 

Die im Zusammenhang mit solchen Kosten relevanten Belege sind bereit zu halten, aber nicht unaufgefordert einzuereichen.

Für allfällige Auskünfte wenden Sie sich an die für Sie zuständige Steuerbehörde; im Kanton Bern an die Kreisverwaltung in Ihrer Region (siehe allgemeine Wegleitung).