Organ donation.
The gift of life.

Gesunde Ernährung für Transplantierte

Die Ernährung nach einer Organtransplantation unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von derjenigen einer gesunden Durchschnittsperson. Sie soll bedarfsdeckend, gesund und ausgewogen sein.

 

Aufgrund des gesteigerten Appetits infolge eines verbesserten Allgemeinzustandes, des Wegfalls von Ernährungseinschränkungen und der Nebenwirkungen der immunsuppressiven Therapie kommt es nach Transplantationen oft zu einer starken Gewichtszunahme. Damit verbunden – und durch die Medikamente verstärkt – treten gehäuft Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und erhöhte Blutzuckerwerte auf.

Eine energie- und fettreduzierte Ernährung mit hohem Nahrungsfaseranteil und geringen Mengen rasch resorbierbarer Kohlenhydrate hilft, diesen Veränderungen vorzubeugen bzw. sie zu behandeln. Bei Bluthochdruck ist zudem eine Einschränkung der Kochsalzzufuhr angezeigt.

 

Alkohol sollte mit Mass genossen werden, da grössere Mengen einerseits ungünstige Auswirkungen auf Gewicht und Stoffwechsel haben und andererseits die Wirkung der Medikamente beeinträchtigen kann. Zur Vorbeugung von Osteoporose als Folge langfristiger Kortikoid-Einnahme empfiehlt sich der regelmässige Konsum von Milch und Milchprodukten sowie kalziumreichem Mineralwasser. In der Regel werden zusätzlich Kalzium- und Vitamin-D-Supplemente verabreicht.

Bei Einnahme von Ciclosporin (Sandimmun®) und Tacrolimus (Prograf®) sollte auf Grapefruit und Grapefruitsaft verzichtet werden. Besondere Beachtung gilt zudem der Lebensmittelhygiene, da die Anfälligkeit für Infektionen unter immunsuppressiver Therapie erhöht ist.

 

Neben einer optimalen Ernährungszusammensetzung sollte aber auch der Genuss nicht zu kurz kommen. Auch eine gesunde Ernährung kann, darf und soll schmecken!