Organ donation.
The gift of life.

14. Symposium für Transplantierte am 10. November 2018

Forschung generiert Wissen und unterstützt dadurch Fortschritt 

Viele Meilensteine in der Medizingeschichte wurden erst durch Forschung möglich – auch im Bereich der Transplantationsmedizin. Hier sind die wichtigsten Errungenschaften der letzten Jahrzehnte die Erforschung der immunsuppressiven Medikamente, Verbesserung von Operationstechniken oder neue Therapien um die Gesundheit und Funktion des transplantierten Organs und des Menschen zu unterstützen. 

Forschung hat dazu beigetragen, dass eine Transplantation mittlerweile als eine Standardtherapie bei lebensbedrohlichem, unwiderruflichem Organversagen angesehen wird.

In der Schweiz wurde im Jahr 2008 die «Swiss Transplant Cohort Study» (die Schweizerische Transplantations Kohortenstudie) ins Leben gerufen. Die schweizweite Studie erfasst Daten von Menschen die auf der Warteliste für eine Transplantation stehen und eine Organ- oder Stammzelltransplantation erhalten haben. Die Datenbank steht schweizerischen und internationalen Forschern zur Verfügung, sodass mittlerweile mehr als 120 Forschungsprojekte registriert wurden. Sie alle haben das Ziel, mit Ihren Ergebnissen die Therapien und die Betreuung rund um eine Transplantation weiter zu verbessern und damit den betroffenen Menschen ein langes und gesundes Leben zu geben.

Das Symposium für Transplantierte widmet sich dieses Jahr Forschungsprojekten aus der «Swiss Transplant Cohort Study». Die 7 Studien die genauer vorgestellt werden widmen sich unterschiedlichsten Themen rund um das Leben mit einer Organ- oder Stammzelltransplantation - und es ist sehr wahrscheinlich, dass die Daten von Teilnehmern des Symposiums zu einzelnen Studienergebnissen beigetragen haben! 

Wir laden Sie herzlich zu diesem Anlass nach Bern ans Inselspital ein. Detailinfos und Themen finden sie hier

Anmeldungen bitte unter Angabe von Name und Adresse an symposium(at)transplant.ch 

Rückblick aufs Symposium 2017

Die Initiative „Organspende fördern – Leben retten, welche von der „Jeune Chambre Internationale Riviera“ lanciert wurde, ist der wichtigste Punkt in der Begrüssung von Marcel Steiner (STV). Er führt uns als Koordinator des Symposiums durch den Tag. Die eigentliche Eröffnungsrede hält Andrea Schäfer (VNPS). Sie zitiert Aphorismen berühmter Menschen über Ernährung und Genuss und eröffnet damit gleich das Thema von Frau Sophie Stirnimann und Frau Fabienne Bischof.

 

Die beiden Damen arbeiten am USZ als Ernährungsberaterinnen und sprechen zum Thema „Gesunde Ernährung vor und nach der Transplantation“. Sie sorgen mit den eher strengen Vorschriften nach der Transplantation für viel Fragen und Gesprächsstoff. Mit der Beantwortung der Fragen jedoch wird allen klar, dass sie von der Ernährung direkt nach der Transplantation sprechen und dass gewisse Anweisungen mit der Zeit etwas gelockert werden können.

 

Frau Dr. Martinho, Oberärztin vom CHUV, erklärt mit welschem Charme den „langen Weg der Verdauung“. Wir erfahren viel Neues und sehr Erstaunliches. Wussten Sie wie viel Wasser pro Tag vom Darm resorbiert und dem Körper zur Verfügung gestellt wird? (ca. 10l) Die Frage ob ein Test die Darmspiegelung bei Menschen über fünfzig ersetzen kann, ist eindeutig geklärt. Sie lautet nein. Analog zur Biopsie kann nur die Spiegelung die ungewollten Veränderungen zeigen.

 

Nach einer kleinen Stärkung erwartet uns Prof. Vogt vom Unispital Bern (Insel) mit seinen Ausführungen zum Thema „Urin und die Blase – was ist wichtig?“. Dank seiner mit Witz vorgetragenen Ausführungen ist der Übergang von der Niere als Organ zum Kalbsnierli auf dem Teller zum nächsten Thema eindeutig gegeben.

 

Adrian Tschanz und Daniel Mani zeigen uns die „lustvolle und gesunde Küche“. Auf einem grossen Brett, das den Esstisch symbolisiert, bereiten sie einen wunderbaren, frischen Salat zu. Sie erzählen dabei Witziges und Neues rund ums Essen. Menschen, welche in Gesellschaft das Essen zubereiten und gemeinsam essen, leben länger! Es wird viel gelacht und natürlich auch probiert.

 

Am Schluss weist Marcel Steiner nochmals auf die wichtigsten Punkte der bei seiner Einleitung erwähnten Initiative. Sie ist insofern wichtig als dass ein Systemwechsel von der „Erweiterten Zustimmungslösung“ hin zur „Vermuteten Zustimmungslösung“ gewünscht wird. Man hofft damit in Zukunft mehr Organe transplantieren zu können. Die vor zwei Jahren vorgestellte Seite „habdank“ ermöglicht Empfängern ihre Geschichte in anonymisierter Form ins Netz zu stellen und dem Spender so zu danken. Mit vielen Blumen bedankt er sich bei den Referenten und Helfern.

 

Beim gemeinsamen Mittagessen wir das Gehörte ausgiebig diskutiert, Neuheiten ausgetauscht und… ja genau… das Essen genossen.