Herr PD Dr. med. Nicolas J. Müller
Abteilung für Infektionskrankheiten & Spitalhygiene
USZ / Rämistrasse 100
8091 Zürich
Einleitung
Durch die notwendige Unterdrückung des Immunsystems zur Verhinderung einer Abstossung sind Transplantatempfänger einem höheren Risiko für Infektionen ausgesetzt. Ein vernünftiger Umgang mit diesem Risiko erlaubt es, viele Aktivitäten weiterzuführen, wenn einige wichtige Verhaltensregeln eingehalten werden. Eine besondere Situation stellt die Reise, insbesondere in tropische Gegenden, dar.
Jeder Transplantierte hat seine persönliche Geschichte, die auch den Grad der Unterdrückung des Abwehrsystems mit beinhaltet. Die folgenden Empfehlungen lassen sich deshalb nur immer in Kenntnis der individuellen Geschichte umsetzten. Entscheidend ist das Gespräch mit dem Transplantationsarzt.
Tipps im Alltag
Grundsätzlich gilt auch hier: Vorbeugen ist besser als heilen! Die Empfehlungen sind nach den Gebieten geordnet, wo erfahrungsgemäss die meisten Probleme auftreten:
Impfen
Die Routineimpfungen sollten aufgefrischt sein, und mit dem Transplantationsarzt sollten zusätzliche Impfungen besprochen werden. Angehörige nicht vergessen!
Luftwegserkrankungen
Auch hier ist Händewaschen eine wichtige Massnahme! Allerdings gibt es keinen hundertprozentigen Schutz. Falls Fieber und Symptome nicht sehr bald abklingen, ist ärztlicher Rat wichtig.
Nahrung
Die auch sonst gültigen Regeln sind bei Transplantierten noch wichtiger: Kühlkette nicht unterbrechen, auf Haltbarkeit achten, keine rohen Speisen. Nach Kontakt gründliches Händewaschen.
Tipps für Reisende
Eine gute Vorbereitung ist entscheidend. Eine längere Reise sollte anlässlich einer speziellen Konsultation mit dem Transplantationsarzt besprochen werden. Auch hier gilt: alle Massnahmen, die generell empfohlen werden, sind bei Transplantierten besonders wichtig: